Die Diamant-Mikrodermabrasion ist ein kontrolliertes mechanisches Peeling. Eine mit Diamantpartikeln besetzte Spitze wird über die Haut geführt, während ein Vakuum gelöste Hornzellen aufnimmt. Die Methode arbeitet an der Oberfläche und ist nicht mit einer chirurgischen Dermabrasion gleichzusetzen.
Was bei der Behandlung abgetragen wird
Gelöst werden abgestorbene Zellen der obersten Hornschicht. Die lebenden tieferen Hautschichten sollen bei fachgerechter kosmetischer Anwendung nicht aggressiv verletzt werden.
Intensität, Aufsatz und Anzahl der Durchgänge werden an Empfindlichkeit, Hautdicke und Behandlungsziel angepasst.
Für welche Hautziele eignet sich Mikrodermabrasion?
Die Behandlung wird häufig bei rauer Oberfläche, nicht entzündlichen Verhornungen, fahl wirkendem Teint und sichtbarer Porenstruktur gewählt.
Bei aktiver Entzündung, offenen Stellen, Rosazea-Schub oder stark gereizter Haut kann sie ungeeignet sein. Eine Hautanalyse ist deshalb wichtiger als ein pauschales Behandlungsschema.
Mikrodermabrasion und Mitesser
Das Peeling kann Verhornungen lockern und eine anschließende Ausreinigung vorbereiten. Tief sitzende Mitesser verschwinden dadurch jedoch nicht automatisch.
Aggressives mehrfaches Überfahren erhöht nicht den Nutzen, sondern kann Rötung und Empfindlichkeit verstärken.
Mögliche Reaktionen und Nachpflege
Leichte Rötung, Wärmegefühl oder Trockenheit können vorübergehend auftreten. Die Haut wird anschließend mit beruhigender Feuchtigkeit und passender Abschlusspflege versorgt.
In den nächsten Tagen werden starke Peelings und unnötig reizende Wirkstoffe vermieden. Sonnenschutz hilft, Pigmentverschiebungen nach der Exfoliation vorzubeugen.
Unterschied zur medizinischen Dermabrasion
Eine medizinische Dermabrasion ist ein deutlich tieferes, chirurgisches Verfahren. Sie wird ärztlich durchgeführt und hat ein anderes Risikoprofil sowie eine längere Heilungsphase.
Die kosmetische Mikrodermabrasion ist oberflächlicher. Ihre Ergebnisse sind entsprechend subtiler und können mehrere Behandlungen erfordern.
Vorbereitung und Pflege zwischen den Terminen
Vor der Mikrodermabrasion werden starke Peelings, intensive Sonne und mechanische Reizung reduziert. Nach der Behandlung wird die Haut mild gereinigt und konsequent geschützt. Die sichtbare Glätte sollte nicht dazu verleiten, zu Hause zusätzlich stark zu schrubben.
Zwischen den Terminen wird beobachtet, ob Trockenheit, Rötung oder Empfindlichkeit zunehmen. In diesem Fall wird die Intensität angepasst oder eine Pause eingelegt.
- Keine aggressive Vorbehandlung am selben Tag
- Nachher milde Pflege und Sonnenschutz verwenden
- Nicht an Schuppen oder trockenen Stellen reiben
- Bei zunehmender Empfindlichkeit Terminabstände verlängern
Mikrodermabrasion als Zusatz oder Einzelbehandlung
Als Zusatz kann die Methode eine klassische Gesichtsbehandlung vorbereiten. Als eigenständiger Termin liegt der Schwerpunkt stärker auf der Oberfläche und anschließender Wirkstoffpflege.
Welche Variante wirtschaftlich und kosmetisch sinnvoll ist, hängt vom gewünschten Umfang ab. Eine ehrliche Preisinformation unterscheidet Zusatzpreis und vollständige Behandlung.
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Häufige Fragen zu diesem Thema
Ist Mikrodermabrasion schmerzhaft?
Sie wird meist als deutliches Reiben oder Saugen wahrgenommen. Empfindliche Areale können intensiver reagieren.
Kann Mikrodermabrasion Poren entfernen?
Poren sind normale Hautstrukturen und können nicht entfernt werden. Das Hautbild kann nach einer geeigneten Behandlung gleichmäßiger wirken.
Wie oft kann Mikrodermabrasion durchgeführt werden?
Der Abstand hängt von Hautzustand und Intensität ab. Zu häufige Behandlungen können die Barriere belasten.